Kurz & Knapp: Decarboxylierung ist der chemische Prozess, bei dem durch Hitze eine Carboxylgruppe von Cannabinoiden abgespalten wird. Dabei wird z.B. THCA in das psychoaktive THC umgewandelt.
Die wichtigsten Fakten: Was bedeutet decarboxylierung cannabis? Hier findest du die Definition und alle wichtigen Informationen. - Wandelt THCA in THC und CBDA in CBD um
- Erfolgt durch Erhitzen (z.B. Rauchen, Verdampfen, Backen)
- Optimale Temperatur: ca. 110-120 Grad Celsius für 30-45 Minuten
- Ohne Decarboxylierung ist Cannabis nicht psychoaktiv
Definition
Die Decarboxylierung ist ein chemischer Prozess, bei dem durch Erhitzen die aktiven Cannabinoide aus ihren natürlichen Säure-Vorstufen freigesetzt werden. Aus THCA und CBDA entstehen dabei die wirksamen Formen THC und CBD.
Warum Decarboxylierung wichtig ist
In der rohen, ungetrockneten Hanfpflanze liegen die Cannabinoide überwiegend als Säuren vor, die noch nicht die typische Wirkung entfalten. Erst durch Hitze wird eine Carboxylgruppe abgespalten (decarboxyliert), und die neutralen, wirksamen Cannabinoide entstehen. Beim Rauchen oder Verdampfen geschieht das praktisch sofort.
Bei der Herstellung von Edibles, Ölen oder Tinkturen muss das Cannabis dagegen gezielt vorab erhitzt werden, etwa im Backofen, da es sonst kaum Wirkung zeigt. Üblich ist ein Temperaturbereich von rund 105 bis 120 °C über etwa 30 bis 45 Minuten. Zu hohe Temperaturen können empfindliche Terpene zerstören, zu niedrige lassen die Umwandlung unvollständig.
FAQ
Was bedeutet Decarboxylierung einfach erklärt?
Die Decarboxylierung ist ein chemischer Prozess, bei dem durch Erhitzen die aktiven Cannabinoide aus ihren natürlichen Vorstufen freigesetzt werden. In der rohen Hanfpflanze liegen Cannabinoide überwiegend als Säuren vor, etwa THCA und CBDA, die noch nicht die volle Wirkung entfalten. Erst durch Hitze, beim Rauchen, Verdampfen oder Backen, wird ein Molekülteil (eine Carboxylgruppe) abgespalten, und es entstehen die wirksamen Formen THC und CBD. Deshalb müssen etwa Edibles vor der Verarbeitung erhitzt werden, damit das Cannabis seine Wirkung entwickelt.
Bei welcher Temperatur findet die Decarboxylierung statt?
Die Decarboxylierung läuft je nach Cannabinoid in einem bestimmten Temperaturbereich ab. Für THC wird häufig ein Bereich von etwa 105 bis 120 °C über rund 30 bis 45 Minuten genannt, etwa im Backofen. Höhere Temperaturen beschleunigen den Prozess, können aber empfindliche Terpene zerstören und die Qualität mindern, während zu niedrige Temperaturen die Umwandlung unvollständig lassen. Beim Rauchen oder Verdampfen erfolgt die Decarboxylierung dagegen praktisch sofort durch die hohe Hitze. Die genauen Werte hängen von Methode und gewünschtem Ergebnis ab.
Zurück zum Glossar
Hinweis: Die hier beschriebenen Informationen stellen keine medizinische Beratung dar und ersetzen nicht den Besuch bei einem Arzt.